Leitfaden provisionsfreie Bestellung
Provisionsfreies Bestellsystem: Optionen, Unterschiede und Auswahlhilfe
Marktplatz-Provision oder Direktbestellung unter Ihrer Marke? Dieser Leitfaden erklärt provisionsfreie Systeme, vergleicht sie mit provisionspflichtigen Modellen und hilft bei der Entscheidung für den eigenen Kanal — dauerhafter Rahmen statt Anbieterliste.
Was ist ein provisionsfreies Bestellsystem?
Ein provisionsfreies Bestellsystem ermöglicht Restaurants und Gastronomiebetrieben, Online-Bestellungen über die eigene Website oder einen markierten Kanal anzunehmen. Kein Prozentsatz des Bestellwerts geht an einen Marktplatz; der Umsatz bleibt im Betrieb. Die Infrastruktur wird meist als Abo oder Paket angeboten — ohne Umsatzprovision.
Provisionsfrei heißt nicht Marktplatz aufgeben. Viele Betriebe bauen den eigenen Kanal als Kern auf und steuern Migros Yemek, Yemeksepeti oder Trendyol per Integration; Bestellungen über Ihre Site sind provisionsfrei.
Provisionpflichtig vs. provisionsfrei
Gleicher Gast, gleiches Essen — sehr unterschiedliche Folgen für Marge, Daten und Markenkontrolle.
| Kriterium | Marktplatz mit Provision | Provisionsfreier eigener Kanal |
|---|---|---|
| Umsatzaufteilung | Ein Prozentsatz jeder Bestellung geht an die Plattform; Sätze variieren je Vertrag. | Keine Umsatzprovision; Infrastrukturkosten fest oder paketbasiert. |
| Kundendaten | Beziehung bleibt weitgehend auf der Plattform; Wiederbestellungen laufen über die App. | Telefon, Adresse und Historie bei Ihnen; Loyalty auf Ihrem Kanal. |
| Markensichtbarkeit | Neben Wettbewerbern gelistet; Preise und Aktionen folgen Plattformregeln. | Eigene Domain, Menü und Design — Markenerlebnis unter Ihrer Kontrolle. |
| Menü & Preise | Plattformpolitik und Wettbewerb können die Menüstrategie beeinflussen. | Menü, Preise und Kampagnen sofort im Panel aktualisieren. |
| Betrieb | Bestellungen über Plattform-Panel oder Integration. | Lieferung, Tisch, QR und Web können in einem Admin-Panel zusammenlaufen. |
Warum zahlen Restaurants hohe Provisionen?
Bestellplattformen bieten Traffic, Logistik und Reichweite — und nehmen dafür Umsatzanteile. Restaurants akzeptieren Provision, weil:
- Fertige Zielgruppe — neue oder digital schwache Betriebe wollen schnell Volumen.
- Liefernetz — Plattform-Logistik oder Kuriere vereinfachen Distribution.
- Werbung & Listing — Top-Platzierungen und Rabatte kosten extra.
- Gewohnheit — viele Gäste öffnen zuerst eine Marktplatz-App.
Sätze ändern sich häufig; hier keine festen Zahlen. Siehe unseren Marktplatz-Provision-Leitfaden.
Vorteile eines eigenen Bestellsystems
Der provisionsfreie eigene Kanal stärkt Marge und Kundenbeziehung langfristig.
Margenkontrolle
Kein Plattformanteil pro Bestellung; Preise und Aktionen liegen bei Ihnen.
Kundeneigentum
Wiederbestellungen, SMS/E-Mail-Kampagnen und Loyalty mit Ihren Daten.
Markenerlebnis
Ihre Bestellseite trägt Ihre Identität; Gäste verlieren Sie nicht in einer Liste.
Ein Panel
Eigener Webkanal plus Marktplatz-Integrationen in einer Operations-Oberfläche.
Online-Bestellung ohne Provision — geht das?
Ja — über Ihre markierte Bestellwebsite oder mobilfreundlichen Webkanal zahlen Sie keine Umsatzprovision. Infrastruktur wie Dijifis nutzt Paket- oder Abo-Preise; Stückkosten sinken oft mit steigendem Volumen.
Start mit Barzahlung, später Karte, QR im Lokal oder wachsender Lieferkanal. Siehe Preise und Einrichtung.
Warum Betriebe ihre Kunden nicht verlieren sollten
Marktplatz-Abhängigkeit macht den Gast zum Plattform-Kunden: Wiederbestellungen über die App, Rabatterwartung steigt, Ihre Marke verblasst.
- Wiederbestellkosten — Provision oder Werbung bei jedem Besuch.
- Preisdruck — im Listing günstig wirken kann die Marge drücken.
- Datenlücken — Treue und Frequenz sind oft unklar.
Eigenen Kanal ausbauen, Social- und Google-Traffic auf die Bestellseite leiten, QR auf Verpackung — hält Gäste bei Ihnen.
Wie riskant ist Plattform-Abhängigkeit?
Einzelkanal-Strategie wirkt kurzfristig einfach, birgt aber mittel- und langfristig Risiken:
Provision & Regeländerungen
Neue Sätze oder Listing-Regeln können die Marge über Nacht verschieben.
Sichtbarkeitswettbewerb
Viele Rivalen in derselben Liste; ohne Aktionen sinkt Volumen.
Operative Abhängigkeit
Panel-Ausfall, Integrationsstörung oder Kontosperre stoppt Umsatz.
Markenverblassung
Gäste bestellen „über die App“; der Restaurantname rückt in den Hintergrund.
Ausgewogene Strategie: Marktplätze nicht zwingend verlassen — provisionsfreien Kanal wachsen lassen und selektiv bleiben.
So bewerten Sie provisionsfreie Optionen
Statt Anbieter-Ranking fragen Sie:
- Gibt es Umsatzprovision — ja oder nein?
- Eigene Domain und Markenkontrolle?
- Lieferung, Tisch, QR und Web in einem Panel?
- Integrationen wie Migros, Yemeksepeti, Trendyol?
- Sind Einrichtung, Support und Zahlungsintegration klar?
Provisionsfreie Bestellung — FAQ
- Ist provisionsfrei wirklich kostenlos?
Keine Umsatzprovision; Infrastruktur kostet Abo oder Paket. Gesamtkosten inkl. Support und Module prüfen.
- Marktplätze komplett verlassen?
Nicht nötig. Die meisten Betriebe bauen den eigenen Kanal aus und bleiben selektiv auf Marktplätzen.
- Brauchen Gäste eine App?
Nein. Browser reicht; für Ihr Team genügt ein mobiles Admin-Panel.
- Kann ein kleines Restaurant provisionsfrei starten?
Ja. QR auf Verpackung, Social-Links und einfache Bestellseite reichen zum Einstieg.
- Ist Dijifis provisionsfrei?
Keine Provision auf Ihrem eigenen Kanal. Marktplatz-Bestellungen folgen den jeweiligen Plattformregeln.
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